In einem stark frequentierten Verkehrsnetz sind Informationen kein reiner Komfort, sondern ein Instrument für Sicherheit und Besucherlenkung. Die Herausforderung für Ingenieure und Systemintegratoren besteht darin, stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Fahrgastinformationssysteme (PIDS) Die Displays müssen gut lesbar sein und rund um die Uhr funktionieren – nicht nur in Bahnhöfen und auf Bahnsteigen, sondern auch an Bord von Fahrzeugen, die ständig Vibrationen und Stromschwankungen ausgesetzt sind. Die Anforderungen verändern sich von einfachen Monitoren hin zu robusten, intelligenten Edge-Knoten.
Die harte Realität der Eisenbahnumgebung
Die Bordelektronik steht vor Anforderungen, für die herkömmliche Industriedisplays nicht ausgelegt sind. Kontinuierliche Vibrationen und starke Stöße erfordern für jedes Display in einem Pkw die EN 50155-Zertifizierung für mechanische Stabilität und Langzeitstabilität. Auch das Wärmemanagement stellt eine ständige Herausforderung dar – Displays müssen in einem Temperaturbereich von –25 °C bis +55 °C einwandfrei funktionieren, typischerweise in lüfterlosen Designs, die den Wartungsaufwand minimieren und Staub fernhalten. Hinzu kommt die instabile elektrische Umgebung: Systeme müssen 24–110 V Gleichstrom direkt verarbeiten können, wodurch externe Spannungswandler, die häufig zu Single Points of Failure werden, entfallen.
Lesbarkeit: Lösung für konstanten Lichtstrom
Die Lesbarkeit ist das wichtigste Kriterium für den Erfolg von PID-Displays, doch die Lichtverhältnisse ändern sich ständig – ein Zug fährt innerhalb von Sekunden von einem dunklen Tunnel in direktes Sonnenlicht. Hochhelle Panels (bis zu 1500 cd/m²) in Kombination mit Lichtsensoren zur automatischen Dimmung sorgen für optimale Lesbarkeit der Displays, ohne den Stromverbrauch zu erhöhen. Gleichzeitig werden Energieverbrauch und Lebensdauer der Displays verlängert. Entspiegelung und IK-zertifiziertes Glas schützen die Lesbarkeit zusätzlich vor Reflexionen und Abnutzung.
Architektonische Resilienz: Der Daisy-Chain-Vorteil
Die Installationskomplexität ist ein wesentlicher Kostenfaktor für Systemintegratoren. Herkömmliche Sterntopologie-Netzwerke benötigen dedizierte Kabel von einem zentralen Server zu jedem Bildschirm im Zug. Die Daisy-Chain-Funktionalität löst dieses Problem: Onboard-M12-LAN-Anschlüsse mit Relais-Bypass ermöglichen die Reihenschaltung von Displays, was die Installation vereinfacht und gleichzeitig die Netzwerkausfallsicherheit erhöht – fällt ein Display aus, wird es vom Relais überbrückt, sodass der Rest des Wagens online bleibt.
Warum es im Schienenverkehr keinen “Standard” gibt
Die Anordnung der Fahrzeugausstattungen ist nie standardisiert – jeder Zughersteller hat unterschiedliche Montagevorgaben und sich stetig weiterentwickelnde Anforderungen an die Anzeige – von herkömmlichen Full-HD-Layouts bis hin zu Ultra-HD-Erlebnissen der nächsten Generation (4K). Dies führte in der Branche zu modularen, PCBA-basierten Designs.
Die ARD-Serie von ADLINK geht dieses Problem mit einer All-in-One-Mainboard Es lässt sich in verschiedene Gehäuse integrieren. Integratoren können es als Display-Baustein in ihre Module einsetzen oder mit ihren Panels kombinieren, um schnell eigene PIDs zu erstellen. Ausgestattet mit dualen Skalar-ICs unterstützt es nativ sowohl FHD- als auch 4K-Displayauflösungen in einem einzigen, einheitlichen System.
Der Weg zur Modernisierung
Mit der zunehmenden Vernetzung und Autonomie von Schienennetzen entwickeln sich Fahrgastinformationssysteme (PIDS) von einfachen Anzeigetafeln hin zu KI-gestützten Schnittstellen. Die Hardware muss flexibel und skalierbar sein. Anpassungsfähige Hardware ermöglicht es Verkehrsbetrieben, neue Technologien mühelos zu integrieren, Komponenten auszutauschen und die Anzeigekonfigurationen an die wachsenden Fahrgastbedürfnisse anzupassen – und gewährleistet so langfristige Zuverlässigkeit ohne grundlegende Systemerneuerungen.
Setzen Sie sich mit unseren Experten in Verbindung, um Ihre Projektanforderungen zu besprechen und zu erfahren, wie wir Sie dabei unterstützen können.